Baraka Nduwayesu wurde in eine arme Familie geboren. Als er 2002 auf Désiré Murhima traf, änderte sich sein Leben schlagartig. Heute erzählt er welches Glück es für ihn war, im Kinderdorf „Patmos“ aufgenommen zu werden:

„Ich wurde in eine arme Familie geboren und im Alter von neun Jahren starb mein Vater. Meine Mutter heiratete wieder – meinen Stiefvater. Ich ging nicht zur Schule wie andere Kinder. Mein Leben zu dieser Zeit war nur ein Spiel im Staub.

Reise nach Idjwi

2002 setzten mein Stiefvater und sein ältester Sohn mich auf die Liste der Kinder ohne Eltern und schickten mich nach Goma, weil sie davon ausgingen, dass ich in Binza, meinem Heimatdorf, sterben würde. Gott schickte Désiré Murhima (Leiter des Kinderdorfes Patmos im Kongo), den ich heute ‚Papa‘ nenne, um mich zu retten. Papa versprach uns, dass in Idjwi gut für uns gesorgt würde.

In Idjwi waren wir sicher, gut versorgt und gut gekleidet: 2003 wurde ich eingeschult und es gab vier Klassen mit Tafeln. Ich war stark und klug und immer Klassenbester oder der Zweitbeste. In der weiterführenden Schule war ich gut in Mathematik und Französisch. In meiner Freizeit schwamm ich gerne im See und spielte Ball. Aufgrund meiner Sprachbegabung schlug mir Papa vor, dass ich Literatur vertiefen sollte. 2013 machte ich einen Abschluss in Literatur und fand in der Schule eine Anstellung als Lehrer. Ein Jahr später erhielt ich die Chance, an der Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften zu studieren.

Von der Straße hinters Mikrofon

Heute bin ich Journalist bei einem Radiosender.  Dafür danke ich Gott und vor allem den Unterstützern weltweit und im Kinderdorf, die mir geholfen haben, sicher aufzuwachsen und meine Chancen zu nutzen. Gott möge sie segnen.“

Baraka Nduwayesu, Radiomoderator