Als kleiner Junge lebte Saona in einem sehr armen Teil Kambodschas. Sein Zuhause bestand aus einer kleinen Bambushütte mit Grasdach. Hintergründe zu seinen Eltern gibt es keine. 1996 kam der kleine, verängstigte Saona in das Kinderdorf “Light of Hope”. Sein Leben änderte sich mit einem Mal – er bekam neue Kleider, genug zu essen und durfte, gemeinsam mit den anderen Kindern, in die Schule gehen.

Heute ist Saona sehr dankbar dafür, im Kinderdorf aufgewachsen zu sein:

Ich erinnere mich an das friedliche Miteinander von Menschen, die füreinander sorgten. Es war sehr schön, mit vielen Geschwistern gemeinsam aufzuwachsen.

Saona wollte immer Lehrer werden und dem Kinderdorf etwas von dem zurückgeben, was er an Unterstützung erfahren durfte. Rund 20 Jahre nach seinem ersten Eintreffen im Kinderdorf hat er diesen Traum nun wahrgemacht und ist offiziell als Lehrer in “Light of Hope” angestellt. Saona ist übrigens einer von vier Lehrern, die zurück in das Kinderdorf gekommen sind, nachdem sie dort ihre Kindheit und Jugend verbracht haben.

Inzwischen besuchen rund 600 Kinder die Kinderdorfschule, sie kommen auch aus den umliegenden Dörfern, um hier für ihre Zukunft zu lernen. Saona erkennt sich in diesen Kindern wieder:

Ich schaue diesen Kindern in die Augen und sehe mich darin – immer wieder. Das ist mir eine große Freude.