In den nächsten Wochen zoomen wir ganz nah heran an das Kinderdorf „Shining Jewels“ auf den Philippinen. Unter anderem kommen die Familien aus „Shining Jewels“ zu Wort und eine junge Frau aus Deutschland, die sieben Monate dort gelebt und gearbeitet hat.

Warum wurde „Shining Jewels“ gegründet?

Viele Waisenkinder leben alleine auf den Straßen der Philippinen – ohne schützende Hand oder eine Familie. Deshalb wurde1998 zunächst ein Aufnahmezentrum für obdachlose Kinder geschaffen. Aus diesem Engagement heraus wurde das angemietete Haus schnell umfunktioniert und zu einem Kinderdorf erweitert.

Seitdem hat sich hier viel entwickelt. Es wurden weitere Häuser gebaut und um die landwirtschaftlichen Flächen (Obst und Reis) kümmern sich die Familien selbst. Teilweise werden die Erträge für ihren Lebensunterhalt verkauft. Außerdem ist eine Grundschule entstanden, die auch von Kindern aus der Nachbarschaft besucht wird.

Wissenswertes über die Philippinen

Die Inselgruppe im westlichen Pazifik umfasst über 1.700 Inseln. Es leben Menschen aus verschiedensten Ethnien zusammen – mit über 100 Millionen Einwohnern gehören die Philippinen zu den bevölkrungsreichsten Staaten der Erde. Nach zwei Jahrzehnten voller Unruhen und Blutvergießen trat 1987 eine neue Verfassung in Kraft. Menschenrechtsverletzungen sind dennoch weiterhin keine Seltenheit. Dazu kommen wirtschaftliche Unterschiede zwischen dem Norden und dem Süden. Selbst in der Hauptstadt Manila gibt es ausgedehnte Slums ohne Zugang zu Strom oder Wasser. Ein Lichtblick ist die Investition des Landes in den Bildungssektor: 2,5 % des BIP kommen Bildungszwecken zugute, denn die Analphabetenrate ist hoch.