Über viele Jahre war die Bevölkerung Sri Lankas Bürgerkriegen ausgesetzt. Offiziell ist der letzte seit 2009 beendet, Ruhe ist aber bei Weitem noch nicht eingekehrt, und die Menschen leben weiterhin in Angst. Immer noch sterben tausende Menschen an Hunger, unter ihnen viele Kinder, die ihre Eltern verloren haben. Viele Kinder haben ihre Eltern im Krieg verloren und sind somit auf sich allein gestellt.

Auch wenn die Bevölkerung in Sri Lanka noch viele Wunden aufarbeiten muss, wird zumindest bezüglich der Bildung einiges für die Kinder getan – denn Kinder in Sri Lanka müssen bis zum 14. Lebensjahr in die Schule. Die Regierung unterstützt und fördert die Kinder mit dieser kostenlosen Schulbildung.

Die Entstehung von ICC Kinderdorf

Um möglichst vielen Kinder ein sicheres Aufwachsen zu ermöglichen und sie emotional zu stärken und ihnen eine bessere Lebensgrundlage zu schaffen, mietete ICC 1997 ein Haus in der Nähe von Colombo, um vor Ort den Waisenkindern zu helfen – weitere 2 Häuser kamen bereits 2 Jahre später hinzu. Zum aktuellen Zeitpunkt konnte neben den drei Häusern durch eine Spende auch ein vier Hektar großes Grundstück erworben werden. Hier entstand das ICC Kinderdorf. In jedem der Häuser leben zehn bis zwölf Kinder gemeinsam mit ihren Hauseltern, um in einer bestmöglichen familären Umgebung aufwachsen zu können. Auf dem vorhandenen Grundstück lernen die Kinder außerdem, sich durch das Bewirtschaften von Kokospalmen, Bananenstauden, einem Gemüsegarten und mit einer kleinen Ziegenfamilie selbst zu versorgen.

Es wird sehr darauf geachtet, dass die Kinder lernen, selbstständig zu sein. Neben der Versorgung mit Nahrung gehört hierzu natürlich auch eine berufliche Ausbildung. Zusätzlich zu ihrer Schule im benachbarten Lakpahana werden den Kindern auch praktische Fertigkeiten beigebracht – beispielsweise in Form von Nähunterricht.

Wer darf ins Kinderdorf kommen?

Neben Waisenkindern, die keine Eltern mehr haben, können auch Kinder mit sehr armen Eltern stark unter einem geschwächtem Umfeld leiden. So konnte beispielweise die kleine Nya von ihrer arbeitssuchenden Mutter nicht ernährt werden und wurde deshalb stets von ihr mit zum Betteln genommen. Durch das Eingreifen der Kinderschutzbehörde, welche Nya in das Kinderdorf brachte, kann die Kleine nun statt zu Betteln in die Schule gehen und sich so im Schutz des Kinderdorfs und ihrer Hauseltern auf ihre Zukunft vorbereiten.

Kinder wie Nya verdienen eine gesicherte Zukunft sowie Ausbildung für ein selbständiges Leben. Wenn auch Sie sich engagieren möchten, dann werden Sie Pate/Patin der kleinen Nya oder eines anderen Kindes.