Janina war 2014 für 7 Monate im Kinderdorf „Shining Jewels“ und hat dort als Lehrerin in der dorfeigenen Schule gearbeitet. Diese Zeit hat sie persönlich sehr geprägt. Deswegen beschloss sie sofort zu helfen, als sie von der Notsituation der Kinderdörfer in Asien hörte.

Marianne: Liebe Janina, wie hast du von der Notsituation in „Shining Jewels“ erfahren und was war dein erster Gedanke?

Janina: Ich stehe seit meiner Zeit in „Shining Jewels“ in ständigem Kontakt mit Lyn, einer Lehrerin dort. Wir schreiben uns fast jede Woche und sind befreundet, sie hat mich informiert. Mein erster Gedanke war: Wie kann ich helfen, dass die Schule im Kinderdorf nicht geschlossen werden muss? Ich habe dort selbst erleben dürfen, was für eine großartige Arbeit geleistet wird, es wäre furchtbar, wenn das alles aufgegeben werden müsste. Also habe ich Kontakt zu CFI Kinderhilfe aufgenommen, das Team hat mir empfohlen, mit einer Aktion meine Familie, alle meine Freunde und Bekannten zu aktivieren. Das habe ich noch vor Weihnachten gemacht und es hat super funktioniert.

Marianne: Du warst 2014 selbst in „Shining Jewels“ und hast dort gelebt und gearbeitet. Was hast du aus dieser Zeit mitgenommen, was war deine wichtigste Erkenntnis?

Janina: Mein größtes Vorbild aus dieser Zeit ist Lyn, mit der ich in den Schulklassen zusammengearbeitet habe. Sie ist so fest in ihrem Glauben an Gott und hat in den schwierigsten Situationen nie aufgegeben. Das hat mich sehr beeindruckt und auch in meinem Glauben gestärkt. Wenn ich heute in einer Situation bin, in der ich denke, dass es nicht weitergeht, frage ich mich immer, was sie jetzt tun würde. Das hilft mir sehr.

Marianne: Du bist selber Mutter und hast – gemeinsam mit deinem Mann – drei Patenkinder bei CFI Kinderhilfe, was war deine Motivation zu helfen?

Janina: Ich bin ja nicht nur Mutter, sondern auch Erzieherin. Allerdings verstehe und fühle ich erst so richtig, was Mutterliebe bedeutet, seit ich vor 5 Monaten meinen kleinen Sohn bekommen habe. Jetzt weiß ich mit meinem ganzen Herzen, was für wertvolle Arbeit die Mitarbeiter der Kinderdörfer für die Kinder leisten. In den Kinderdörfern setzen die Mitarbeiter und Hauseltern alles daran, den Kindern die Familie zu geben, die sie nie hatten. Ich habe gesehen, wie sehr sie sich aufopfern, den Kindern ein gemütliches Heim und Liebe geben, damit es ihnen an nichts fehlt. Die Vorstellung, dass dies alles aufgegeben werden müsste, schmerzt mich sehr und darum möchte ich unbedingt helfen.

Marianne: Wie hast du die Spendenaktion angelegt und wie kommt das in deinem Freundes- und Bekanntenkreis an?

Janina: Das ist auf der Website einfach erklärt, es funktioniert innerhalb einer Viertelstunde und meine Familie hat prompt mitgezogen, es wissen ja alle, wofür ich die Aktion angelegt habe und sie haben fleißig geteilt und so kam schnell die Hälfte des Geldes zusammen. Für die andere Hälfte kommen jetzt sogar Freunde und beteiligen sich mit ihren Geburtstagen an der Aktion. Eine Freundin hat gerade eben gesagt, dass sie statt Geburtstagsgeschenken auf die Aktion spenden möchte. Das finde ich klasse!

Janinas Spendenaktion – Hilfe für die Philippinen