Sich um die Kinder in einem Kinderdorf, mit all ihren unterschiedlichen Schicksalen zu kümmern, ist eine große und wichtige Aufgabe. Gibt es Herausforderungen, die euch im Alltag mit den Kindern immer wieder begegnen?

Die Hauseltern von Haus “Hortensia” im Kinderdorf Las Palmas, Máxime und Kenia*, haben uns ein paar Fragen beantwortet und uns erzählt, woher sie jeden Tag die Motivation nehmen, ihr Bestes zu geben. Aber lesen Sie selbst:

Máxime: Für mich sind es die Zweifel, die manchmal aufkommen, wenn die Kinder nicht mitmachen wollen. Wenn man das Gefühl bekommt, dass unsere Arbeit nicht fruchtet, oder wertgeschätzt wird.

Kenia: Als Mutter weiß ich, dass meine Position mit einer großen Verantwortung einhergeht. Es ist schon an sich eine Herausforderung, einen kleinen Menschen zu erziehen. Mich begleitet dabei immer die Hoffnung, dass alles was ich tue, dazu führt, dass diese kleinen Menschen einmal glückliche und gesunde Erwachsene werden. Aber natürlich ist es manchmal schwierig, den verschiedenen kleinen Persönlichkeiten gerecht zu werden. Oder einen guten Weg zu finden, alle Kinder in ihrer jeweiligen Schulausbildung zu unterstützen, ein Gleichgewicht zu schaffen zwischen der Arbeit im Dorf und der Freizeit mit den Kindern.

Was motiviert euch täglich, um diese Herausforderungen anzugehen?

Máxime: Zu wissen, dass ich die besondere und wichtige Aufgabe habe, die Persönlichkeit der Kinder zu stärken und sie darin zu unterstützen, groß zu werden, damit sie eine gute Zukunft haben.

Kenia: Die Erfahrungen, die ich während meiner Arbeit als Hausmutter im Haus „Rose“ bisher machen konnte, die Kinder zu begleiten und für sie da zu sein, ist für mich eine unheimliche Bereicherung. Es motiviert mich jeden Tag, wenn ich sehe, wie die Kinder immer mehr zu sich selber finden und beginnen, sich selbst und auch andere zu wertschätzen.

*Die Namen wurden zum Schutz geändert.