Auch in Indien unterstützen wir ein Kinderdorf, das wir Ihnen in den nächsten Wochen näher vorstellen möchten. Alles begann, als Lilli Kaligithi, gebürtige Inderin, 1996 ein kleines Waisenhaus gründete. Zunächst nutzte sie dafür zwei Zimmer ihres Elternhauses im ostindischen Narsapur. Ihr Projekt wuchs jedoch so schnell, dass sowohl die Kapazität des Hauses, als auch Lilly bei der Betreuung von 26 Kindern an ihre Grenzen stießen. Sie suchte sich Unterstützung und 1997 entstand gemeinsam mit ICC das Waisenhaus „Sweet Home“.

Aktuelle Situation im Kinderdorf „DEWS Sweet Home“

Noch heute leitet Lilly, mit über 80 Jahren und gemeinsam mit ihrer Tochter Susan das gesamte Kinderdorf. Mittlerweile leben in „Sweet Home“ 55 Waisenkinder in fünf Häusern. Darüber hinaus verfügt das Kinderdorf über ein eigenes solarbetriebenes Wasserversorgungssystem, mehrere Gewächshäuser, eine Kirche, sowie Wohnungen für die Angestellten.

In „DEWS Sweet Home“ genießen die Kinder die Geborgenheit einer Pflegefamilie, deren Liebe und Unterstützung. Ärztliche Versorgung ist genauso gegeben, wie eine ausgewogene Ernährung.

Aus dem Leben einer indischen Hausmutter

Wie überall auf der Welt ist es natürlich auch in Indien eine Herausforderung Kinder zu begleiten und aufzuziehen. Aber es lohnt es sich sehr. Um ein Gefühl davon bekommen zu können, was es bedeutet Hausmutter zu sein, hat uns Neela Fragen zu ihrem Alltag mit seinen täglichen Freuden und Herausforderungen beantwortet:

Was ist Ihnen an Ihrer Arbeit am Wichtigsten?

„Als Hausmutter ist natürlich mein wichtigstes Ziel den Kindern zu helfen, ihr Potential zu entfalten – sowohl im Hinblick auf ihre Ausbildung, als auch auf die täglich anfallenden Arbeiten, im Spiel, im Entdecken und in der Förderung ihrer Talente, sowie sie in ihrem Glauben zu begleiten.“

Für Neela ist es wichtig, dass die Kinder die Möglichkeit haben, in ihrem Leben erfolgreich zu sein und eine Bereicherung für die Gesellschaft und das Kinderdorf zu werden.

Was wünschen Sie sich für ihre Kinder?

„Es liegt in meiner Verantwortung, dass jedes Kind auf einem guten Weg ist, um seine Ziele zu erreichen und ich bin sehr stolz darauf, wenn die Kinder ihre Ausbildung mit guten Noten abschließen.“

Sobald die Kinder Neela als Mutter akzeptieren, beflügelt das ihre Arbeit. Selbstverständlich stößt aber auch sie an ihre Grenzen.

Wo stoßen Sie manchmal auch an Ihre Grenzen?

„Genauso wie meine eigenen Kinder haben auch die Kinder im Kinderdorf Phasen, in denen sie mal launisch sind. Das ärgert mich zwar manchmal, aber ich erinnere mich dann schnell daran, dass Geduld der Schlüssel ist. Ich versuche mir die Zeit zu nehmen, den Kindern zu erklären, dass ich nur ihr Bestes möchte. Und das ist der Schlüssel zu einem respektvollen und liebevollen Miteinander hier in unserer Familie.“

Ist es möglich, alle Kinder wie die eigenen Kinder zu behandeln und wie können Sie diesem Anspruch gerecht werden?

„Es ist mir sehr wichtig so viel intensive Zeit mit den Kindern zu verbringen, als wären es meine eigenen und ihnen all die Herzlichkeit und Wärme entgegen zu bringen, die sie auch von ihren eigenen Eltern bekommen würden.“

Wenn Sie die Arbeit im Kinderdorf „Sweet Dews“ unterstützen möchten können Sie das hier tun:

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