Wie wir schon auf unserer Corona-Nothilfe-Seite berichtet haben, steigen auch in Kambodscha die Zahlen der mit COVID-19 infizierten Menschen, wie fast überall, rasant an. Die Regierung hat deshalb alle Schulen des Landes geschlossen – auch die Schule im Kinderdorf „Light of Hope“.

Seit nun zwei Wochen befindet sich „Light of Hope“ im sogenannten Lockdown, ist sicher von der Umgebung abgeschirmt. In das Dorf rein oder raus kommen nur noch die Erwachsenen, die Einkäufe erledigen und die nötigen Besorgungen machen müssen. Viele der Kinder, die in „Light of Hope“ leben, gehören zur Risikogruppe. Sie haben Vorerkrankungen oder waren durch ihre Lebensbedingungen bevor sie ins Kinderdorf kamen über lange Zeit Mangelernährung und Vernachlässigung ausgesetzt.

Problem: Die Ressourcen im Kinderdorf werden knapp

Im Kinderdorf gibt es zwar Gärten und Obsthaine, dort werden die Produkte für den eigenen Bedarf produziert. Nahezu aufgebraucht sind jedoch die Grundnahrungsmittel, vor allem Reis. Auch bei sparsamem Verbrauch von 250 g Reis pro Person am Tag braucht es allein eine Tonne Reis, um alle Menschen in „Light of Hope“ einen Monat lang zu versorgen. Schnell werden die Vorräte knapp – und man merkt schon jetzt deutlich: die Preise für Reis steigen.

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Kinderdorfleitung: „Wir bereiten uns auf einen längeren Zeitraum vor“

Sherree Hughes, die Leitung des Kinderdorfes, berichtete uns Ende März über Skype: „Wir gehen davon aus, dass diese Krise nicht nur ein paar Wochen dauert. Daher sind wir dabei, einen Reisvorrat für die nächsten Monate anzulegen. Die Preise für Reis steigen täglich. Wir lagern den Reis in einem trockenen und geschützten Raum. Eine ganze Tonne Reis pro Monat benötigen wir, um das ganze Dorf zu versorgen. Wenn wir von einem Zeitraum von sechs Monaten ausgehen, werden wir das irgendwie stemmen können, schlimm wird es, wenn die Krise länger anhält. Hinzu kommt: Kambodschaner sind es nicht gewohnt, so weit im Voraus zu planen, es ist einfach nicht üblich, mehr als eine Woche vorauszudenken.“

Sherree versucht daher jetzt, möglichst viele Vorräte anzulegen. Hierbei zählt sie auf ihre Mitarbeiter vor Ort, auf die sie sich in jeder Lage verlassen kann. Alle packen mit an, um schnellstmöglich die Gartenflächen zu vergrößern und die Versorgung mit Gemüse und Obst sicherzustellen. Die Versorgung mit Proteinen wird über Hühnereier gesichert.
Sherree Hughes erzählt: „Wir kaufen in der jetzigen Lage mehr Hühner, damit wir für die Kinder genügend Eier produzieren können.“ Die Lage ist also ernst. Und keiner weiß, wie lange das Kinderdorf auf sich gestellt sein wird.

Bitte helfen Sie mit, Vorräte für die Zeit des Lockdowns anzulegen

Auch Sie können helfen, einen Vorrat an Grundnahrungsmitteln für das Kinderdorf anzulegen.  Egal ob mit einem Huhn, einem Sack Reis oder einem Hygiene-Set – jede Unterstützung hilft den Kindern in „Light of Hope“, diese Zeit heil zu überstehen.
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