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Studenten kehren zurück nach Hause

Corona-Krise, Kinderdorf Kambodscha, Studenten kehren heim, Nothilfe jetzt

Seit Mitte März sind die 18 Studenten, die für die Dauer ihrer Ausbildung vom Kinderdorf aus betreut werden, wieder nach Hause zurückgekehrt. Normalerweise leben sie in der Hauptstadt Phnom Penh gemeinsam in ihren Wohngemeinschaften und gehen neben dem Studium ihren Nebenjobs nach, um ihren Lebensunterhalt mitzufinanzieren. Die Universität wurde aber aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Auch die Nebenjobs sind alle weggebrochen – in Phnom Penh wie auch in Europa ist das öffentliche Leben nahezu zum Erliegen gekommen.

Somit gab es von einem auf den anderen Tag für die Studierenden keine Anlaufstellen mehr. Zudem ist die Versorgung mit Lebensmitteln ist in der Hauptstadt für sie sehr schwierig. Nach ihrer Rückkehr in das Kinderdorf haben sich die Studierenden erst einmal in Quarantäne begeben, sie wohnen in einem Extra-Gebäude im Kinderdorf abseits von den anderen Kindern. Sie machten sich in diesem zwei Wochen auf dem Gelände nützlich und legten, unter Berücksichtigung des notwendigen Sicherheitsabstandes, neue Gartenflächen an. 18 Personen mehr, das bedeutet, der Bedarf an Reis, Gemüse und Obst steigt an, und zwar für die Dauer der Corona-Krise.

In der Krise zusammenhalten

Man könnte sich fragen: „Warum fördert CFI Kinderhilfe Studierende, die sind doch schon erwachsen und können für sich selbst sorgen?!“ Die Corona-Krise zeigt überdeutlich, dass das nicht so ist. Die jungen Erwachsenen befinden sich in der Ausbildung. Für die Dauer ihrer Ausbildung sind sie auf Unterstützung angewiesen. Es gehört mit zur Besonderheit der von uns betreuten Kinderdörfer, dass die jungen Menschen erst in ihr eigenes Leben entlassen werden, wenn sie wirklich selbstständig sind und finanziell auf eigenen Beinen stehen. Das danken die Kinderdorf-Kinder, indem sie ihren Kinderdörfern verbunden bleiben und immer wieder zurückkehren, um zu helfen. Sie bleiben verbunden. Gerade in der Corona-Krise zeigt die Möglichkeit der Rückkehr den Studierenden: „Wir begleiten euch, bis ihr euer Leben eigenständig führen könnt“. Dazu gehört, dass man nach Hause kommen kann, wenn es eng wird.

Voneinander profitieren – auch in der Corona-Krise

CFI, Kinderdorf "Light of hope" in Kambodscha, Corona Nothilfe, Kinder helfen, Spenden für Kinderdorf

Vichai bei der Gartenarbeit

Einige der Studierenden befinden sich in der Ausbildung zur Lehrerin oder zum Lehrer, einige studieren Medizin. All diese Fähigkeiten sind für das Kinderdorf gerade in der Situation des Lockdowns von großem Nutzen. Denn die Schule in „Light of Hope“ musste aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen werden. Zum Glück ist das Gelände von „Light of Hope“ sehr weitläufig und es gibt genug rund um die Häuser und in den Gärten zu tun. Jedoch ist damit zu rechnen, dass die Schule über mehrere Monate geschlossen bleiben muss. Da hilft es, dass die Studierenden aus Phnom Penh nach Hause zurückgekehrt sind. Denn sie werden die Kinder, die jetzt nicht mehr zu Schule gehen können, vertretungsweise unterrichten.

Auch für die Erwachsenen wollen die Studenten ihr Wissen weitergeben. Vichhai zum Beispiel studiert im siebten Semester Medizin. Er ist gerade dabei Workshops vorzubereiten, in denen er vermittelt, worauf man bei einer gesunden Ernährung achten muss. Denn es fehlt vielerorts am Verständnis dafür, was eine gesunde Ernährung alles beinhaltet. Außerdem weiß er viel über Hygiene und die Wichtigkeit, gerade in Zeiten einer Pandemie auf Sauberkeit zu die richtige Handhygiene zu achten. Dieses Wissen wird er nur an die Kinder und die Eltern weitergeben.

Hände waschen, Corona-Krise, Nothilfe für Kinderdörfer

Hygiene: Wissen ist der Schlüssel, Seife braucht es auch.

Das richtige Wissen um hygienische Maßnahmen ist wichtig, dennoch braucht es auch Materialien. Seife, Handtücher, Zahnbürsten und -pasta – all diese Dinge sind Mangelware in „Light of Hope“. Wie wir bei unserem Besuch im Kinderdorf selbst sehen konnten, ist die Freude über diese einfachen Alltagsgegenstände riesig. Wir haben möchten Ihnen deshalb unsere „Hygiene-Sets“ ans Herz legen. Für 15 Euro können Sie dafür Sorge tragen, dass in „Light of Hope“ Seife und Waschlappen gekauft werden können. Helfen Sie mit und verschenken Sie ein Stück Hygiene und Sicherheit für die Kinder in „Light of Hope“.

Hier geht es zu den Hygiene-Sets:

CORONA-KRISE

AKTUELLES AUS DEN KINDERDÖRFERN

"Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt."
Einstein
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