Wegen der Corona-bedingten Grenzschließungen ist die medizinische Versorgung unterbrochen und die Marktpreise der Medikamente steigen enorm an.
Wegen der Corona-bedingten Grenzschließungen war die medizinische Versorgung unterbrochen und die Marktpreise der Medikamente stiegen enorm an. (Foto: Riccardo Mayer)

Desire Murhima, der Leiter des Kinderdorfs Patmos in der Demokratischen Republik Kongo hat uns darüber informiert, dass es gar nicht Corona direkt ist, gegen das er und sein Team zu kämpfen haben. Der Kongo ist seit vielen Jahren von der epidemischen Krankheit „Malaria“ betroffen, die durch Mückenstiche einer speziellen Mückenart auf Menschen übertragen wird. Malaria kann tödlich enden, wenn medizinische Hilfe nicht rechtzeitig erfolgt. Gott sei Dank ist es in Patmos noch nie zu einem Malaria-Todesfall gekommen. Aktuell berichtet uns Desire von 27 Malaria-Erkrankten – darunter 13 Kinder unter 5 Jahren.

In Afrika könnten sich die Todesfälle verdoppeln

Malaria ist eine Tropenkrankheit und wird durch die infizierte weibliche Anopheles-Mücke vor allem zu Regenzeiten auf Menschen übertragen. Im Kongo spricht man an 8 von 12 Monaten im Jahr von einer Regenzeit. Mit den richtigen Medikamenten ist Malaria heilbar. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Saft der Blätter des Cinchona-Baums zur Behandlung von Malaria-Erkrankten eingesetzt. Weltweit wurden im Jahr 2018 228 Millionen Fälle von Malaria gemeldet. Kinder unter 5 Jahren sind am stärksten gefährdet. 2018 machten sie 67% (272.000] aller Malaria-Todesfälle aus. (Zahlen WHO https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/malaria)

Die Forschung arbeitete bereits an einem Malaria-Impfstoff. Aber dann brach die Corona-Pandemie aus und alle Kapazitäten fokussierten sich nun auf die Suche nach einem Impfstoff gegen Corona. Jetzt ist die Sorge groß, dass die Malaria-Ausbrüche wieder rasant ansteigen.

Corona verschärft die Situation – Medikamentennachschub wird kritisch

Wegen der Corona-bedingten Grenzschließungen war die medizinische Versorgung unterbrochen und die Marktpreise der Medikamente stiegen enorm an. Bitte helfen Sie Desire und seinem Team, Geld für die lebenswichtigen Medikamente aufzubringen, damit wir weiterhin in Patmos trotz aller Umstände keine Malaria-Todesfälle verzeichnen müssen.

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