Im Kinderdorf „Shining Jewels“ im Luzon Distrikt, Manila, leben derzeit 32 Kinder im Alter von 9 bis 20 Jahren. Darunter sind sehr viele Geschwisterpaare. Die Kinder leben aufgeteilt in drei Häusern: kleine Jungs, große Jungs und Mädchen – dort werden sie von Hauseltern betreut. Es gibt eine eigene Schule im Kinderdorf, die „Happy Valley Elementary School“. Dort gehen die Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren hin.

Wie ist das Leben in Shining Jewels?

Auf den Philippinen sind die sozialen Unterschiede innerhalb der Bevölkerung sehr groß. So leben viele Menschen entweder in kleinen Holzhütten oder einige wenige in großen Villen. Viele Familien können sich gar kein Haus leisten und leben auf der Straße. Die Infrastruktur ist in ländlichen Gebieten sehr schlecht. Das zeigt sich vor allem in den Regenzeiten.

Im Sommer, der von Februar bis ca. Juli dauert, ist es tagsüber um die 35°C oder heißer. Die Regenzeit beginnt meistens Juni/Juli und geht bis Januar und Februar, dann sind es tagsüber um die 33 °C warm. Während der Regenzeit kommt es sehr häufig zu gewittrigen Schauern zu jeder Tageszeit. Der Fluss, den das Gelände des Kinderdorfes umgibt, füllt sich dann in manchen Jahren so stark, dass die komplette Schule unter Wasser steht. Auch ist während starker Regenfälle das Dach der Schule an vielen Stellen undicht.

Die Wege außerhalb des Kinderdorfes „Shining Jewels“ sind in der Regenzeit gefährlich, da sich viel Geröll auf den Straßen befindet, und sich die Schlaglöcher mit Wasser füllen. Auf dem Weg zur nächstgelegenen Stadt gibt es eine große Kuhle in der Straße, die sich in der Regenzeit komplett mit Wasser füllt, so dass die Straße nicht mehr passierbar ist. Das ist ein großes Problem, da sich das Kinderdorf nicht komplett selbst versorgen kann. So muss in der Regenzeit auf gute Vorratshaltung geachtet werden.

Informationen über die Philippinen

Die Inselgruppe im westlichen Pazifik umfasst über 1.700 Inseln. Es leben Menschen aus verschiedensten Ethnien zusammen – und mit über 100 Millionen Einwohnern sind die Philippinen der zwölftbevölkerungsreichste Staat der Welt. Nach zwei Jahrzehnten voller Unruhen und Blutvergießen trat 1987 eine neue Verfassung in Kraft.

Menschenrechtsverletzungen sind dennoch keine Seltenheit geworden. Dazu kommen wirtschaftliche Unterschiede zwischen dem Norden und dem Süden. Selbst in der Hauptstadt Manila gibt es ausgedehnte Slums ohne Zugang zu Strom oder Wasser. Ein Lichtblick ist die Investition des Landes in den Bildungssektor: 2,5 % des BIP kommen Bildungszwecken zugute, denn die Analphabetenrate ist hoch.