In Deutschland ist Schule für Kinder und Jugendliche oft eher ein „Muss“. Man „muss“ früh aufstehen, man „muss“ lernen, man „muss“ einen Abschluss machen, um eine Zugangsberechtigung für eine Ausbildung oder ein Studium zu bekommen. Auf jeden Fall gibt es eine allgemeine Schulpflicht, die sicher stellen soll, dass jedes Kind eine grundständige Schulbildung erhält.

In Guatemala ist Schule für die Kinder oft ein Weg aus der Armut heraus. Es gibt keine allgemeine Schulpflicht und Bildung ist ein Privileg, zu dem nicht alle Zugang haben. Gerade Kinder, die in Armut aufwachsen gehen nur sporadisch oder gar nicht zur Schule. So ist es ihnen nicht möglich, Teil der Bevölkerung zu werden, die einer gut bezahlten und regelmäßigen Arbeit nachgeht. Schlecht ausgebildete Jugendliche haben es hier in Deutschland, wie auch in Guatemala, sehr schwer einen Platz in der Gesellschaft zu finden. In Guatemala gehen sie Gelegenheitsarbeiten nach oder haben kleine Verkaufsstände an den Hauptverkehrsstraßen.

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