Das Kinderdorf „Patmos“

im Kongo

Seit 1994 befindet sich die Demokratische Republik Kongo im Kriegszustand. In den Ostprovinzen Kivu und Ituri fand ein Milizenkrieg statt, der 2007 zum dritten Kongokrieg eskalierte.  Der bewaffnete Konflikt dort dauert bis heute in ungeminderter Form an.

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Es wird geschätzt, dass in den letzten Jahren mehr als 2,5 Millionen Menschen ums Leben gekommen sind. Kinder waren und sind die verwundbarsten Opfer und oft auch die einzigen Überlebenden – alleingelassen und traumatisiert.

Ende 2001 setzte sich medizinische Hilfsorganisation PROLASA mit ICC in Kanada in Verbindung, um 200 Waisenkinder unter 10 Jahren, Opfer dieser kriegerischen Auseinandersetzungen, unterzubringen. Es entstand das Kinderdorf auf der Insel Idjwi mitten im Kivusee – sehr abgelegen und sicher. Inzwischen umfasst das Kinderdorf 9 Wohnhäuser, eine Grund- und eine Sekundarschule.

„Patmos“ im Überblick

♡  99 Kinder
♡  9 Wohnhäuser
♡  eine Grundschule
♡  eine Sekundarschule
♡  Landwirtschaft
♡  Ziegelsteinherstellung

Unterstützung durch CFI Kinderhilfe in „Patmos“

Mithilfe vieler Spender konnte die Grundschule auf dem Kinderdorfgelände saniert werden.  Dach, Fenster und Wände waren durch starke Regenfälle sehr beschädigt gewesen und die Räume dadurch für Kinder und Lehrer nicht nutzbar. Nun kann der Unterricht wieder wie gewohnt stattfinden.

Außerdem freuen wir uns, dass wir durch die großzügige Spende der Rosenpark Klinik in Darmstadt drei Kindern medizinisch helfen konnten.

Als Badu*, heute 16 Jahre alt, in „Patmos“ ankam, war sein rechtes Bein verformt. Nur mehrere chirurgische Eingriffe konnten ihm helfen. Inzwischen hat er alle drei OPs hinter sich und kann wieder normal laufen. CFI bezahlte die dritte und letzte OP.

Zwei Kinder wurden im Gatara Hospital in Rwanda von einem italienischen Augenspezialisten behandelt. Bei Juno* konnte durch einen chirurgischen Eingriff das Schielen (aufgrund der Fehlstellung der Augen) behoben werden. Damit konnte verhindert werden, dass er langfristig eine Sehschwäche entwickelt. Rachine* hatte zwei Eingriffe innerhalb von fünf Tagen. Sie hat die OPs sehr gut überstanden und auch ihren Augen konnte geholfen werden.

*Die Namen der Kinder wurden zum Schutz ihrer Persönlichkeit geändert.