Lea Bracht war für ein halbes Jahr im Kinderdorf „Shining Jewels“ auf den Philippinen, um zu helfen. Sie hat dort gelebt und unterrichtet. Wir haben mit ihr über ihre Motivation und ihre Erkenntnisse gesprochen, die sie in dieser Zeit gesammelt hat.

1. Lea, warum hast du dich für einen Aufenthalt in einem Kinderdorf entschieden?

Ich wollte meine bestehenden Kenntnisse über das Land und die Arbeit mit den Kindern in einem Kinderdorf erweitern und mich persönlich weiter entwickeln. Ich liebe es, eine andere Kultur und deren Sprache besser kennen zu lernen.

2. Warum hast du dich für die Philippinen entschieden?

Es ist ein Land, in dem alles ganz anders ist als in Deutschland, die Menschen haben hier einen ganz anderen Lebensstandard. Außerdem wollte ich ein Land bereisen, wo ich vorher noch nie war und wo ich sonst wahrscheinlich nie hingeflogen wäre.

3. Was hast du während deines Aufenthaltes in „Shining Jewels“ genau gemacht?

Ich habe während der Schulzeit Tutorials in Englisch und Mathe für die Kinder im Alter von sechs bis zwanzig Jahren gegeben. Mit den jüngeren Kindern habe ich spielerisch Englisch gelernt oder die Lehrer im Unterricht unterstützt. Hin und wieder habe ich den Hauseltern meine Beobachtungen geschildert, wenn Kinder ein besonderes Verhalten zeigten. Mein Blick von außen konnte in schwierigen Situationen helfen. Natürlich gehörten Spiele und Rumalbern genauso dazu wie Lernen.

4. Was war dein Lieblingsort im Kinderdorf?

Die „Cubo“, das ist eine Hütte nur aus Holz, die in der Mitte des Kinderdorfes steht. Von dort aus kann man alles gut überblicken. Die Schule, den Spielplatz, das Bürohaus, das Haus der Mitarbeiter und das Haus der kleinen Jungen. Zudem spendet sie besonders in den heißen Tagen Schatten.

5. Was hast du in deiner Freizeit gemacht?

Meistens habe ich meine Freizeit im Kinderdorf verbracht, um mit den Hauseltern und Mitarbeitern zu reden oder ihnen bei anstehenden Arbeiten zu helfen. Sonntags, das war mein freier Tag, sind wir morgens oft einkaufen gegangen und danach habe ich den Tag in meiner Unterkunft verbracht und mich einfach ausgeruht.

6. Was ist dein Lieblingsgericht aus den Philippinen und wie bereitet man das zu?

Das ist einmal „Pancit“, einfach Spaghetti oder Glasnudeln kochen, Gemüse wie Möhren, Salat, Hühnchen, Bohnen und alles was man möchte, kleinschneiden und anbraten, Spaghetti unterrühren, ein bisschen Soja Sauce drauf – Fertig! Sehr lecker war auch „Banana Kew“ – das wird aus der kleinsten Art der Bananen zubereitet, die muss man schälen, in Öl anbraten und ein bisschen Zucker oder Honig darüber geben.

7. Was treibt dich ganz persönlich an?

In erster Linie meine Liebe zu Kindern und der Wunsch, Kindern zu helfen. Gerade kleine Erfolgserlebnisse spornen mich an und geben mir Kraft, mich weiter zu engagieren.

Vielen Dank für diese persönlichen Einblicke in dein halbes Jahr im Kinderdorf!