Francine ist Hausmutter im Kinderdorf „Patmos“, Kongo. Sie berichtet davon, wie sie Hausmutter wurde:

„Mein Leben änderte sich durch einen Schicksalsschlag von Grund auf. Durch den Tod meines Mannes musste ich Arbeit suchen, um meiner Tochter und mir die Existenz zu sichern. Als mich Freunde auf die Kinderdörfer der ICC aufmerksam machten, wusste ich sofort, das ist es. Ich bemühte mich um ein Empfehlungsschreiben des Präsidenten und war erfolgreich. Seit 2004 bin ich nun Hausmutter in Haus 1 und betreue zwölf Kinder hier im Dorf, sowie zwei weitere, die bereits studieren und nicht mehr hier leben. Nicht nur ich helfe den Kindern hier, diese Arbeit hat auch mir und meiner Tochter ein Dach über dem Kopf und Essen beschert. Für meine Tochter öffnen sich dadurch viele Türen, denn sie erhält gemeinsam mit den anderen Kindern im Dorf eine gute Ausbildung.“

Das Vertrauen der Kinder zu Francine musste nach und nach wachsen

„Bis sich die Kinder im Dorf mir wirklich anvertraut hatten, verging natürlich eine Weile. Viele von ihnen haben Unvorstellbares erlebt. Als ich dann nach und nach die Gründe erfuhr, die sie in das Kinderdorf gebracht haben, bestürzte mich das zuerst sehr. Als Mutter eines Kindes haben mich ihre Schicksale sehr berührt. Aber diese Geschichten machten mich zugleich auch stark, denn ich wusste, dass ich einfach mein Bestes geben muss. Ich muss für diese Kinder die beste Mutter sein, die sie haben können und meine Liebe gerecht zwischen allen 12 aufteilen, auch wenn das für meine kleine Tochter manchmal schwer ist. Wenn sie einmal groß ist, wird sie das sicher besser verstehen.“