Kommunikation ist für uns gar nicht mehr weg zu denken. Das Smartphone ist immer griffbereit, Internet allgegenwärtig und beinah überall verfügbar, Nachrichten jederzeit abrufbar.

In unserem Kinderdorf Patmos auf der Insel Idjwi im Kongo funktioniert das ganze etwas anders. Das Dorf ist durch seinen Inselcharakter abgelegen. Viele Kinder die im Dorf ein neues Zuhause gefunden haben, kommen aus schwierigen Verhältnissen. Der Bürgerkrieg hat das Land, auch nach dem Friedensvertrag, noch fest im Griff. Für sie ist es also möglicherweise sogar ein Segen, dass Nachrichten nicht so leicht den Weg ins Dorf finden. Denn der isolierte Standort schützt die Kinder nicht nur vor dem Bürgerkrieg im restlichen Land, sondern ist auch Grund dafür, dass es kaum Elektrizität gibt. Der wenige Strom über den das Dorf verfügt, wird über ein Wasserkraftsystem gefunden und ist limitiert. Es gibt im Dorf daher keine Fernseher und die wenigen Radios funktionieren auch nur begrenzt. Einzig Universitätsstudenten ist es offiziell erlaubt ein Mobiltelefon bei sich zu tragen und zu verwenden.

Während TV und Mobilfunk eine geringe Rolle im Dorfalltag spielen, hat Musik einen viel größeren Stellenwert. Allerdings nicht in der Form in der wir sie meist konsumieren: Die Kinder schließen sich viel mehr zu Chören zusammen, spielen Musikinstrumente, singen und tanzen. Sie machen sich die Musik einfach selber.