Nach zwei Jahren ist Janina von Wallenstern wieder zurück im Kinderdorf in Thailand. Lebhaft erzählt sie von ihren Eindrücken, vom Buchprojekt „Jona im Walfischbauch“ und ihrer überraschenden Verlobung:

„Viel hat sich in den beiden Jahren getan. Althea, die neue Leiterin des Kinderdorfes, kommt ursprünglich aus Australien und brachte frischen Wind ins Kinderdorf. Es gibt nun einen kleinen bunten Shop auf dem Gelände und …ein Baumhaus! Die Ehrenamtlichen leben jetzt in einem der vier Hauptgebäude. In den anderen zwei Hauptgebäuden sind die Kinder untergebracht. Jungen und Mädchen haben je ein eigenes Haus. Mich begeistert immer noch das Konzept der „Hauseltern“. Es gibt keine Schichten, wo die Eltern alle paar Stunden wechseln, nein, die Hauseltern (meist ein Ehepaar) leben mit den Kindern rund um die Uhr, sind immer für sie da und ihre Ansprechpartner in allen Dingen. Wie eben richtige Eltern! Das gibt den Kindern Sicherheit und Stabilität.“

Jona – Das Buchprojekt

„Meine Idee, gemeinsam ein Buch zu gestalten, das für das Kinderdorf verkauft werden soll, wurde von den Kindern begeistert aufgenommen. In geheimer Wahl entschieden sich die Kinder für ihre Lieblingsgeschichte: Jona im Walfischbauch. Sie waren so motiviert, dass die Ideen zur Gestaltung des Buches weit über den Text und die Bilder hinausgingen. Schon bald schlossen sich einige sehr begabte, musikalische Kinder zusammen und schrieben einen eigenen Jona-Song. Einige überlegten sich ein Jona-Rätsel oder Bastelanleitungen für einen Papierwal, der den zappelnden Jona im Bauch hat. Verena, meine Freundin aus Deutschland, erklärte sich bereit, das Buch professionell zu designen. Dafür kam sie extra nach Thailand geflogen, um sich ein Bild von dem Kinderdorf zu machen, schöne Bilder vom Projekt zu schießen und tatkräftig mitzuhelfen. „

Die größte Überraschung meines Lebens

„Sogar mein Freund Ruben kam nach zwei Wochen ins Kinderdorf, um bei dem Projekt zu helfen. Das kam völlig überraschend für mich wie auch sein Heiratsantrag, der wenige Tage später folgte. Wir waren beide so glücklich, dass wir uns entschlossen, gemeinsam zwei Kinder zu sponsern. Ich habe bereits seit zwei Jahren ein Patenkind, aber der kleine Aut und auch Garsoo hatten noch keinen einzigen Paten, da sie erst im Mai ins Kinderdorf gekommen waren. Diese beiden Kinder berührten sofort unsere Herzen und in unserem Glück wollten wir etwas zurückgeben und diese beiden Kinder für die nächsten Jahre begleiten.„